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“Sicherlich wird sich die Art wie man ihn konkret einsetzen wird in den nächsten Jahren verändern”
Vorher ist von Weblogs im Plural die Rede, daher stimmt der Bezug nicht. Außerdem sollte der Nebensatz durch Kommas abgetrennt werden.

“sollte im Idealfall erfolgen, was allerdings nicht immer der Fall ist”
Fragwürdiger Anschluss. Dass nicht immer ein Idealfall vorliegt, ist selbstverständlich.
Sinnvoller wäre es, darauf einzugehen, weshalb das nicht immer gelingt (oder: gelingen kann).

Statt “Etwas vergleichbares” Etwas Vergleichbares

“das wie es ja auch bei Büchern der Fall ist nicht”

besser: das, wie es bei Büchern der Fall ist, nicht …

“Rollen eingenommen werden finden” Komma nach “werden”

“die können …” ist kein Relativsatz.
Also besser: “Projekte dokumentiert werden. Diese können…”

Birgit Marzinka: Weblogs in der historisch-politischen Bildung

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Einführung

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Weblogs sind so alt wie das World Wide Web selbst. Das erste Weblog schrieb Tim Berners-Lee, der als Mitarbeiter des CERN das WWW entwickelte, am 30.11.1990.1 Der Softwareentwickler erklärte in dem Eintrag die Funktionsweise von HTML und berichtete über seine Arbeit. Schon in diesem ersten Weblog waren die Einträge chronologisch sortiert. In Deutschland ging das erste Blog im April 1996 online. Allerdings wurde der Begriff des Weblogs erst im Jahr 1997 von John Barger eingeführt2, zuvor waren Netzine, Fanzine oder Webzine die gängigen Bezeichnungen. Ende der 1990er Jahre entwickelte sich ein regelrechter Blogboom: die Blogosphäre, auch genannt Blogcommunity, entstand. Über die aktuelle Anzahl der weltweit existierenden Weblogs zirkulieren verschiedene Zahlen, manche sprechen von 170 Millionen3, andere von ca. 200 Millionen2. Weblogs sind ein Medium der Erwachsenen. So lesen laut der JIM-Studie aus dem Jahr 2012 nur sieben Prozent der Jugendlichen Weblogs und nur vier Prozent verfassen Artikel in einem.5

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Mit dem Boom entdeckte man auch im Bildungsbereich Weblogs, was von manchen Autor_innen als Edublogging bezeichnet wird. Dabei handelt es sich in stärkerem Maße um Blogs von Wissenschaftler_innen und Fachkräften, die über Bildungsthemen schreiben, als um Weblogs, die in Lern-Lehrszenarien eingesetzt werden. In außerschulischen Projekten und auch im Geschichtsunterricht kommen nur wenige Weblogs zum Einsatz.6

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1.      Kategorisierung von Weblogs

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Weblogs sind ursprünglich im Netz, also öffentlich einsehbare Tagebücher. Die Artikel sind im Gegensatz zu den meisten Websites chronologisch sortiert, d.h. der neueste steht auf der Startseite ganz oben. Häufig werden den Artikeln Schlagwörter bzw. Kategorien zugeordnet und sie werden im Archiv nach Erscheinungsmonat sortiert. Die freien Schlagwörter können bei jedem Artikel vergeben werden, während die Kategorien bzw. festen Schlagwörter zuvor festgelegt werden. Dadurch lässt sich ein Weblog thematisch sortieren und die Leser_innen können ihn gezielt nach Themen durchsuchen. Weiterhin haben zahlreiche Weblogs einen sogenannten Blogroll eingerichtet, in dem sie weitere zumeist themenähnliche Weblogs empfehlen. Weblogs konzentrieren sich in den meisten Fällen auf Texte, es werden aber auch häufig Fotos, Videos, Audios, Karten, Zeitleisten oder Grafiken hinzugefügt. Dadurch wird es möglich, Inhalte multimedial darzustellen. Eine Kategorisierung von Weblogs ist schwierig, da dieses Webtool sehr unterschiedlich eingesetzt wird und die technologische Entwicklung rasant ist. Durch neue Webangebote werden weitere Einsatzmöglichkeiten geschaffen.7 Es lassen sich aktuell folgende Weblogtypen im Kontext der historischen Bildung herausfiltern:

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-          Individuell geführte Weblogs von Lehrkräften und Wissenschaftler_innen zur Reflexion ihrer Arbeit (Edublogging);

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-          Individuell geführte Weblogs von Lehrkräften zur Unterstützung des Schulunterrichts.

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-          Individuell geführte Weblogs von Schüler_innen8, in denen diese über einen längeren Zeitraum über ihren Lernprozess berichten. Solche Blogs können auch als Portfolio bezeichnet werden9:

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-          Kollektiv geschriebene Weblogs, auf denen Projekte, die können im schulischen oder im außerschulischen Bereich stattfinden, dokumentiert werden;

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-          Kollektiv geschriebene Weblogs, auf denen recherchierte Inhalte dargestellt werden;

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-          Kollektiv geschriebene Weblogs, auf denen historische Personen als Rollen dargestellt werden und die z.B. historische Ereignisse der thematisierten Zeit kommentieren;

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-          Von Studierenden kollektiv geführte Weblogs über ihre Seminare (Seminarblogs);

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-          Weblogs als Tagungsdokumentationen.

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Die Zahl der Weblogs im Kontext der historischen Bildung ist insgesamt nicht hoch. Dementsprechend lassen sich auch hinsichtlich der als erstes genannten Kategorie nur wenige Beispiele im Netz zu finden. Dazu zählen das Weblog von Alexander König „Brennpunkt Geschichte“10, von Sabine Liebig und Ulf Kerber „Geo Ges“11, von Jan Hodel „HistNet“12, von Andreas Körber „Historisch Denken Lernen“13, von Christoph Pallaske „Historisch denken, Geschichte machen“14 und von Daniel Bernsen „Medien im Geschichtsunterricht“15. Alle Autor_innen reflektieren ihre Bildungserfahrungen und Forschungsergebnisse, berichten über Tagungen und beschreiben relevante Medienangebote für das historische Lernen.

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Individuell geführte Weblogs von Lehrkräften werden genutzt, um die im Unterricht behandelten Themen zu beschreiben oder zu vertiefen, Fragen von Jugendlichen aufzugreifen oder Hausaufgaben mit den dazugehörigen Texten zu veröffentlichen. Das Histoproblog16 ist ein Beispiel für ein solches, von einem Lehrer geschriebenes Weblog. Manfred Pretz behandelt in seinem Blog unterschiedliche historische Themen, er verlinkt zu geschichtlichen Quellen, gibt Literaturhinweise zur Bearbeitung der Themen oder verweist auf Online-Zeitungsartikel, die historische Themen beleuchten. Ein weiteres von einem Lehrer geführtes Weblog ist das „Geschichtsheft SMZ“17. Johannes Gienger, der zugleich Leiter des Stadtmedienzentrums Stuttgart am Landesmedienzentrum Baden-Württemberg ist, nutzt das Weblog auf eine ähnliche Weise wie sein obengenannter Kollege Manfred Pretz:

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„Dieser Blog [...] ersetzt den Tafelanschrieb für den Geschichtsunterricht einer Klasse 8 (Gymn.) und gibt gleichzeitig Hinweise für den Ablauf des Unterrichts. Wie bei einem normalen Schulheft übernehmen die Schüler/innen Teile und kopieren sie in den eigenen Blog/Schulheft.“17

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Ein Beispiel für ein kollektiv geschriebenes Weblog ist das von Lisa Rosa geführte „Besuch der KZ-Gedenkstätte Neuengamme“.19 In ihm dokumentierten Hamburger Schüler_innen des Emilie-Wüstenfeld-Gymnasiums ihren Besuch in der Gedenkstätte Neuengamme. Sie beschrieben den Lernprozess und sie stellten die recherchierten Inhalte dar, mit denen sie sich im Laufe der Projektwoche auseinandersetzten. Kollektiv geführte Weblogs, in denen historische Rollen eingenommen werden finden sich bislang äußerst wenige. Eines von ihnen ist das vom Koblenzer Eichendorff-Gymnasium, in dem die Nationalversammlung in der Frankfurter Paulskirche zum Thema wird.20 Hierbei nahmen die Schüler_innen Rollen verschiedener Abgeordneter im Jahr 1848 ein.

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Zur Kategorie Seminarblog zählt das Blog „Digitales Geschichtslernen“ von Alexander König und Christoph Pallaske, auf dem Studierende zweier Seminare zum gleichen Thema (eins an der Universität in Saarbrücken und eins an der Universität in Köln) zusammenarbeiten. In Form von Protokollen berichten sie von ihren Arbeitsergebnissen und reflektieren Methoden des historischen Lernens, in denen digitale Medien zum Einsatz kommen. Ziel ist es, trotz der räumlichen Distanz eine Diskussion der Seminarteilnehmer_innen zu ermöglichen und das erarbeitete Wissen miteinander zu verknüpfen.21

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Die Dokumentation von Tagungen und Konferenzen auf Weblogs wird immer beliebter. So können Besucher_innen die Veranstaltung kommentieren und u.U. selbst Beiträge schreiben. Der Blog bietet eine Plattform für den Livestream bzw. können Videos mit Vorträgen eingefügt werden. Ein Beispiel hierfür ist der zur Tagung „Geschichte Lernen Digital“ im März 2013 in München.22 Bezeichnend für all diese Weblogs ist, dass sie multimedial angelegt sind und sich nicht nur auf Texte beschränken.

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Neben diesen im Bildungskontext entstandenen Weblogs gibt es inzwischen zahlreiche aus der Fachwissenschaft. In ihnen werden historische Themen behandelt und reflektiert. Die bekannteste Plattform unter diesen ist hypotheses23. Auf ihr sind zahlreiche Weblogs zu gesellschafts- und geisteswissenschaftlichen Themen in verschiedenen Sprachen zu finden. Auch werden hier Seminare dokumentiert, kollektiv über Themen diskutiert, Forschungsergebnisse präsentiert sowie Online-Zeitschriften und Magazine veröffentlicht.

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Wie die Beispiele zeigen, können Weblogs sehr verschieden eingesetzt und dabei der inhaltlichen Ausrichtung bzw. den mit ihnen verfolgten (Lern-)Zielen angepasst werden. Gerade in dieser Flexibilität liegt das große Potenzial für den Einsatz von Weblogs in der historisch-politischen Bildung. Im nächsten Abschnitt beleuchte ich die möglichen Lernprozesse, die durch Weblogs gefördert werden.

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2.      Lernprozesse durch Weblogs

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Wenn man unter den oben dargestellten Weblogs nur die betrachtet, die konkret in Lern-Lehrszenarien mit Jugendlichen eingesetzt wurden, kann man feststellen, dass diese hauptsächlich zur Dokumentation von Lernprozessen oder zur Präsentation von kollektiven und kooperativen Rechercheergebnisse verwendet werden. Solche „Rechercheergebnis-Weblogs“ sind ein Ort der (kollektiven) Geschichtserzählung, an dem gebündelt dargestellte primäre und sekundäre Quellen interpretiert und ausgewertet werden. Durch die intensive Beschäftigung mit einem Thema verändert sich das Geschichtsbewusstsein der Jugendlichen. Das Weblog unterstützt in dieser Form des Arbeitens das forschende Lernen, da die Ergebnisse peu à peu veröffentlicht und dabei beständig modifiziert und erweitert werden können. Damit wirkt es der Tendenz entgegen, dass verschriftlichte Ergebnisse als Endprodukt gesehen werden, das wie es ja auch bei Büchern der Fall ist nicht wieder verändert werden kann. Meines Erachtens steht beim Einsatz von Weblogs der Prozess im Vordergrund. Das kann für die konkrete Arbeit sehr praktisch sein, da die Möglichkeit besteht, die Beiträge nach Besprechungen oder aufgrund anderer Rückmeldungen zu verändern und unter Umständen zu verbessern.

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In den meisten Fällen werden die Beiträge als Texte verfasst. Dadurch rücken die Schreibprozesse in den Mittelpunkt. Für Alexander König und Christoph Pallaske fördern die Auseinandersetzungen im Schreibprozess unterschiedliche Kompetenzen der Jugendlichen.

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„Als Tool für digitales Geschichtslernen bieten Blogs ein großes didaktisches Potenzial – gerade wenn es darum geht, im Modus verschriftlichter Sprache, Schülerinnen und Schüler zu befähigen, historische Analysen sowie in sich schlüssige historische Sach- und Werturteile anzufertigen.“24

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Für die beiden Autoren sind Weblogs in diesem Sinne ein gutes Tool, um die Frage-, Sach- und Methodenkompetenz zu fördern und um kreative Schreib- und Kommunikationsräume zu schaffen.25 Die Nutzung von Weblogs macht für König und Pallaske den Konstruktcharakter von Geschichte den Jugendlichen erfahrbar:

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„Wie bei wissenschaftlichen Blogs kann auch Schüler/innen als Produzenten von Blogposts, Kommentaren und Vernetzungen die Diskursivität von Geschichte als Aushandlungsgeschäft ins Bewusstsein gehoben werden. Wenn dies gelingt, kann beim historischen Lernen der Schritt vom reinen Geschichtskonsumenten hin zum selbstreflexiven Geschichtslerner vollzogen werden.“26

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Die Erkenntnis des Konstruktcharakters von Geschichte sind beim Einsatz von Weblogs in der Bildungsarbeit eines der zentralen Ziele. Weblogs unterstützen diesen Prozess, da die Jugendlichen selbst einen (kollektiven) Ort der Geschichtserzählung kreieren. Sie müssen in ihren Artikel oder sonstigen Beitrag historische Ereignisse einordnen, analysieren, verständlich darstellen und je nach Aufgabenstellung ein Werturteil darüber bilden. Der letzte Schritt ist einer, der meiner Erfahrung nach in der außerschulischen Bildung nicht im Blog dargestellt wird, sondern in der mündlichen Kommunikation stattfindet. Auch Bettina Alavi und Marcel Schäfer heben den narrativen Charakter von Weblogs hervor:

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„Als eine dem virtuellen Medium angemessene Möglichkeit der Erstellung einer medienadäquaten Narration erscheint der Weblog, in dem die Tagebuchaussagen der Quelle durch die Schüler/innen strukturiert, verdichtet, kommentiert oder kontrastiert werden können.“27

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Es steht die Narration von historischen Situationen, Ereignissen oder Personen im Vordergrund, allerdings werden in den Artikeln und anderen Medienprodukten die Geschichten nicht dekonstruiert. Die Bearbeitung der Themen konzentriert sich auf die Darstellung und nicht auf die Hinterfragung von bereits bestehenden Geschichtsnarrationen bzw. von Quellen. Meistens kommt dieser Aspekt aufgrund seiner Komplexität und zumeist fehlender Zeit zu kurz. Durch die Kommentarfunktion, das Teilen des Weblogs bzw. einzelner Artikel in den sozialen Netzwerken und das mündliche Gespräch über die inhaltliche Ausarbeitung mit Dritten erhält der Weblog einen dialogischen Charakter. So können bei einem internationalen Austausch Familienangehörige oder Freund_innen zu Hause die Ergebnisse lesen und sie direkt oder über andere Wege kommentieren. Externe Personen können das Weblog kommentieren, auf es verlinken usw. Auch die Besprechung der Beiträge mit den Lehrkräften und Pädagog_innen vor der Veröffentlichung führt zu einer Reflexion der Inhalte. Viele Jugendliche motiviert diese Art von Öffentlichkeit des Lernprozesses, die Artikel mit einer größeren Gewissenhaftigkeit zu verfassen und die Inhalte stärker zu reflektieren.

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Der Einsatz von verschiedenen Quellen, die Erstellung von mehreren Medienprodukten und Tools sowie die parallele Behandlung unterschiedlicher Themen – wie dies häufig in der Arbeit mit Weblogs erfolgt – fördert die Multiperspektivität. Kontroversität kann sich durch verschiedene Rollen bzw. Darstellungen unterschiedlicher Personen entwickeln; diese steht allerdings wie die Dekonstruktion eher im Hintergrund. Für die Erstellung der Beiträge ist eine intensive Einführung in das Thema notwendig. Die Ergebnisse werden besprochen und sie werden in der Regel am Ende von der Gruppe zusammengeführt. Dadurch wird eine kontroverse Betrachtung und Auseinandersetzung gefördert und zugleich kann eine Metaebene wie die Relevanz der Beschäftigung mit dem historischen Thema leicht einbezogen werden. Das heißt, dass das Weblog immer nur einen Ausschnitt eines größeren Projekts zeigt und ein Werkzeug der Darstellung der recherchierten Inhalte ist. Der Einsatz verschiedener Medien ermöglicht, ein binnendifferenziertes Lernszenario zu entwickeln. So können schreibschwächere Jugendliche (Handy-)Videos und Audioprodukte erstellen, während schreibstarke Jugendliche die Texte verfassen. So ist es möglich, dass in heterogenen Gruppen alle individuell zu einem gemeinsamem Ergebnis beitragen. Das Offenlegen der genutzten Quellen und Texte sollte im Idealfall erfolgen, was allerdings nicht immer der Fall ist. Bei der Erstellung eigener Medienprodukte, in die bereits bestehende, z.B. Fotos, eingebunden werden können, spielt das Urheberrecht eine große Rolle. Meiner Erfahrung nach wird dies in fast allen Projekten der historisch-politischen Bildung dieser Art besprochen.

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Durch die Verlinkung und das Einbinden von digitalisierten und veröffentlichten Quellen usw. wird es möglich, Geschichte multimedial, aus unterschiedlichen Perspektiven und mit weiteren Hintergrundinformationen darzustellen, die man selbst nicht erzeugt, aber zur Verfügung hat. Das Einbinden externer Angebote unterstützt die multiperspektivische Betrachtung des Themas, da sich die Jugendlichen zuvor mit dieser Geschichtsdarstellung auseinandersetzen müssen bzw. bei der Besprechung ihrer Beiträge darauf eingegangen werden kann.

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3.      Beispiele für Weblogs in der historisch-politischen Bildung

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Weblogs bieten beim historischen Lernen viele Möglichkeiten, Ergebnisse und Lernprozesse festzuhalten und diese zu reflektieren. Jedoch ist es nicht das Weblog selbst, das im Mittelpunkt steht, sondern die Auseinandersetzung mit den Inhalten: Diese können mit verschiedenen Medien dargestellt und strukturiert werden. Eine Beleuchtung aus unterschiedlichen Perspektiven bietet sich durch die oben skizzierten Besonderheiten des Weblogs an.28

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Da die Ergebnissicherung der Recherchen einiger Stunden bedarf, eignet sich der Einsatz von Weblogs eher für außerschulische Projekte oder für projektorientierten Unterricht. Die Betreuung der Jugendlichen kann sehr (zeit-)intensiv sein. Auch wenn ein Weblog auf einer Plattform wie WordPress.com genutzt wird, sind gewisse Kenntnisse über die Installation von Weblogs vorteilhaft. Meines Erachtens überwiegen die Vorteile beim Einsatz von Weblogs im Bildungskontext, da die Inhalte sehr unterschiedlich dargestellt werden können. Etwas vergleichbares bietet nur ein Lernmanagementsystem wie Moodle an. Selbst die Wiki-Software ist nicht so vielgestaltig einsetzbar, da sie sich auf Texte konzentriert.

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Im Rahmen meiner Tätigkeiten in der außerschulischen Bildung habe ich bereits mehrfach die Möglichkeiten genutzt, die Weblogs in der Arbeit mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen bieten. Die meisten Blogs entstanden im Kontext historisch-politischer Bildungsarbeit. Da ich in der außerschulischen Bildung tätig bin, werden diese Weblogs nicht über einen längeren Zeitraum und individuell geführt. Vielmehr handelt es sich ausschließlich um kollektiv und kollaborativ erstellte Ergebnisse. Im folgenden Abschnitt möchte ich die Erfahrungen, die ich dabei gemacht habe, darstellen und reflektieren.

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3.1 Projekt: History Maps Online

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Gemeinsam mit der Bildungsabteilung der Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen und der Agentur für Bildung – Geschichte, Politik und Medien e.V. führten wir dieses Projekt durch. Im Jahr 2013 stellten Jugendliche und junge Erwachsene in drei mehrtägigen Seminaren ihre Rechercheergebnisse auf den Weblog www.sachsenhausenprojekte.wordpress.com dar. Es handelt sich um einen kollektiv geführten Weblog zur Präsentation der Rechercheergebnisse zu einem historischen Thema. Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen hatten unterschiedliche Leistungsniveaus, während die erste Gruppe sich aus 15-jährigen Jugendlichen aus Sekundarschulen29 zusammensetzte, waren in der zweiten Gruppe Jugendliche vertreten, die die Sek2 des Gymnasiums besuchten. In der dritten Gruppe waren ausschließlich Studierende und Akademiker_innen aus verschiedenen Ländern. In dieser Gruppe wurden die Artikel auf Englisch verfasst.

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In allen Seminargruppen bekamen die Jugendlichen und jungen Erwachsenen Rechercheaufgaben, die sie nach der Methode des forschenden Lernens in Kleingruppen behandelten. Sie erhielten historische Quellen, Karten und wissenschaftliche Texte, die sie bearbeiteten, zusätzlich konnten sie Ausstellungen der Gedenkstätte besuchen. Die erste Gruppe beschäftigte sich mit dem Verhältnis zwischen der Oranienburger Bevölkerung und den beiden Konzentrationslagern.30 Die zweite Gruppe hatte die Topografie des Konzentrationslagers Sachsenhausen als Thema. Die dritte Gruppe recherchierte sieben Biografien von ehemaligen Häftlingen.

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Die Intensität der Betreuung und die Art der Aufgabenstellung waren aufgrund der verschiedenen Leistungsniveaus unterschiedlich. Während für die erste Gruppe das Lesen und Deuten der historischen Quellen und wissenschaftlichen Texte noch schwierig war, gestaltete sich das für die zweite Gruppe weitaus einfacher. Entsprechend fielen die Texte auch hinsichtlich der Wissenschaftlichkeit unterschiedlich aus. Beleuchtet man hierbei die Ebene des Lernprozesses, waren die Lernschritte für die erste Gruppe viel größer; diese erfolgten nahezu mit Siebenmeilenstiefeln, vor allem im Vergleich mit den anderen Lerngruppen. Das Thema beschäftigte die Jugendlichen auch emotional sehr, was beispielsweise daran deutlich wurde, dass sie Blumen kauften und diese an verschiedenen Stellen in der Gedenkstätte niederlegten. Der gesamte Prozess zeigte, dass die Jugendlichen sich über das Verfassen der Artikel hinaus auf vielen Ebenen mit den Inhalten auseinandersetzten. Vor allem waren es die Gespräche beim Schreibprozess, die ein Auseinandersetzen mit den Inhalten und deren Vertiefung ermöglichten und die unterschiedlichen Kompetenzen förderten (s. Kapitel Lernprozesse.). Die Lernenden setzten sich mit unterschiedlichen Quellen(-typen) auseinander und stellten diesbezüglich viele Fragen. Auch galt es, in ihren Texten Begriffe und Konzepte zu erklären, zu strukturieren und einzuordnen. Schlussendlich reflektierten sie ihr eigenes Handeln.

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Für die dritte Gruppe war die Recherche der Biografien an manchen Stellen schwierig, da sie sich aus europäischen und außereuropäischen jungen Erwachsenen zusammensetzte und die Kenntnisse über Nationalsozialismus, Holocaust und Zweiter Weltkrieg sehr unterschiedlich waren. Daraus resultierten auch unterschiedliche Perspektiven, die die Diskussionen und die Art der Darstellung bereicherten. Die jungen Erwachsenen waren sehr engagiert bei ihrer Recherchearbeit und wollten weitere Quellen hinzuziehen, was sich allerdings als schwierig erwies, da sie größtenteils auf Deutsch waren und nicht ins Englische übersetzt werden konnten.

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In allen drei Gruppen wurden die Texte vor der Veröffentlichung mit den Teamer_innen besprochen und die Teilnehmenden nahmen Verbesserungen vor. In diesen Gesprächen reflektierten sie ihre Darstellung der Inhalte sowie ihre Quellendeutung und die sekundären Informationen. Diese ausführlichen Besprechungen und die in einigen Fällen zahlreichen Veränderungen der Texte zeigen den hohen Grad der Motivation der Teilnehmenden, den Weblog zu führen und sich mit dem Inhalt auseinanderzusetzen.

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Neben den Texten erstellten alle drei Gruppen Karten mit Google Maps und betteten diese in den Weblog ein. In der ersten Gruppe drehten die Teilnehmenden ein kurzes Handyvideo über die Orte, über die sie im Rahmen des Seminars recherchiert hatten. Nach ihrer Recherche und Darstellung auf dem Weblog sollten sie zeigen, was heute an die historischen Ereignisse bzw. Verbrechen in Oranienburg erinnert und wie diese Orte gegenwärtig aussehen. Wir Teamer_innen stellten die Handyvideos auf YouTube und gemeinsam mit den Teilnehmenden betteten wir diese in die Ortsmarken auf Google Maps ein. Weiterhin verlinkten die Teilnehmenden ihre Artikel. Eine Gruppe erstellte eine Karte mit über 80 Ortsmarken über Zwangsarbeit in Oranienburg, zuvor lag keine digitalisierte Version vor.31 Die Jugendlichen waren erstaunt, an wie vielen Orten Zwangsarbeit in Oranienburg und in der Umgebung geleistet wurde.

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Für die zweite Gruppe bildete ein historisches Foto den Ausgangspunkt: Die Teilnehmenden fotografierten dieses am historischen Ort ab, so dass das alte Foto und gleichzeitig der aktuelle Ort zu sehen ist. Dieses Foto wurde auf Picasa hochgeladen und mit Google Maps mit einer Ortsmarke verlinkt. Durch die Erstellung der Handyvideos und Fotos sprachen wir mit den Jugendlichen über den Unterschied zwischen Narration und Erinnerungskultur. Thematisiert wurden dabei auch die Arten der Darstellung von Geschichte und Erinnerungen in den Handyvideos und auf den Fotos.

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In der dritten Gruppe erstellten die jungen Erwachsenen eine Karte der Migrations- und Fluchtbewegungen und Deportationen ehemaliger Häftlinge des KZ Sachsenhausens. Jede einzelne Station wurde mit einer Ortsmarke versehen und die wichtigsten Daten wurden vermerkt. Neben der Karte erstellten die Teilnehmenden eine Timeline. Da der Weblog nicht über einen eigenen Webspace mit einer dazugehörigen Domain verfügte, war es nicht möglich, diese Timeline direkt in den Weblog zu integrieren. So waren wir auf ein externes Angebot angewiesen, auf das wir nur verlinken konnten. Dies ist ein generelles Problem, wenn man auf kostenfreie Weblogs im Netz zugreift. Es ist zwar sehr einfach, einen zu erstellen und das erzeugt keine zusätzlichen Kosten. Aber es ist weitaus schwieriger, die multimedialen Potenziale eines Weblogs auszuschöpfen. In vielen Fällen reicht es aus, doch Content Management Systeme für Weblogs wie WordPress bieten eine Fülle an Plugins32 und Tools an, die im Kontext des historischen Lernens genutzt werden können und die auf kostenfreien Plattformen nicht installiert werden können. Auch der Gestaltung des Weblogs sind viele Grenzen gesetzt. Allerdings bedarf es weitaus größerer Kenntnisse, solche Weblogs aufzusetzen und diese zu erweitern. Auch der spätere Support ist intensiver.

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In der Evaluation wurden in allen drei Seminaren das eigenständige Arbeiten und die Nutzung von Weblogs und Google Maps von den Teilnehmenden als positiv hervorgehoben. Das eigenständige Arbeiten war auch die Motivationsquelle über einen längeren Zeitraum einen Artikel zu schreiben. Die Teilnehmenden hatten das Gefühl, dass sie etwas gelernt haben, was sie auch über den Seminarkontext hinaus anwenden können. Die Auswertung der Quellen war für manche schwieriger als für andere. Durch die Arbeit mit den Quellen, die Ausstellungen und die eigene Darstellung von historischer Ereignissen und Personen wurde der Konstruktcharakter von Geschichte von den Jugendlichen bewusst wahrgenommen. Der Weblog hat eine gewisse Aufmerksamkeit erhalten, so hatte der Bürgermeister von Oranienburg einen anerkennenden Kommentar geschrieben.

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3.2 Projekt: DP-Camp

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In diesem Projekt beschäftigten sich knapp zehn Jugendliche über vier Monate von Ende 2009 bis Anfang 2010 mit der Geschichte eines Displaced Persons-Camps im Süden Berlins. Anders, als bei dem zuvor beschriebenen Projekt dokumentierten die Teilnehmenden auf dem Weblog dpcamp.de nicht nur ihre Rechercheergebnisse, sondern auch ihren Lernprozess. So führten sie in regelmäßigen Abständen Audiointerviews mit Mitgliedern ihrer Gruppe durch, in denen sie über ihre Erfahrungen mit dieser Art des historischen Lernens berichteten. Ergänzend zur Quellenarbeit und zur Recherche im Internet, in Büchern etc. führten sie Audiointerviews mit zwei Expert_innen zu diesem Thema durch. Sie nutzten Google Maps, um eine historische Karte des Geländes über eine aktuelle Satellitenaufnahme zu legen. Durch die lange Projektlaufzeit war es möglich, die Jugendlichen in stärkerem Maße als die oben dargestellten Seminargruppen in der Gestaltung des Weblogs zu integrieren.

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Das Besondere an diesem Projekt war die heterogene Zusammensetzung der Gruppe. So waren Jugendliche aus verschiedenen Gymnasien und einer Förderschule beteiligt. Die Gruppe setzte sich zusammen aus Jugendlichen einer evangelischen Gemeinde in Berlin-Schlachtensee und aus Praktikant_innen des Medienkompetenzzentrums Düppel. Die Jugendlichen haben in allen Schritten gemeinsam gearbeitet und konnten dabei ihre jeweiligen Stärken nutzen. Da bei dieser Art von Projekten immer sehr unterschiedliche Aufgabenpakete anfallen ist eine Binnendifferenzierung möglich. Dies vereinfacht das Arbeiten in heterogenen Gruppen.

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3.3 Projekt: Searching Traces of National Socialism

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Bei diesem Projekt recherchierten ca. fünfzehn Jugendliche und junge Erwachsene über zehn Tage zu dem Thema schwul-lesbische Verfolgung während des NS und dokumentierten die Ergebnisse auf dem Weblog queereurope.net. Es handelte sich um einen europäischen Austausch von queeren Menschen im Jahr 2007. Die Rekrutierung der Teilnehmenden erfolgte zum Teil auf Basis von Kontakten der Teamer_innen nach Estland, Tschechien und Niederlande. Ein anderer Teil waren Jugendliche aus betreuten Wohngemeinschaften in Berlin. Auch an diesem Projekt waren Jugendliche und junge Erwachsene mit unterschiedlichen Bildungsbiografien beteiligt. Ihre Aufgabenbereiche waren dementsprechend verschieden, so schrieben Studierende eher Texte und recherchierten eigenständig zusätzliche Themen, während jüngere Teilnehmende oder solche, die weniger geübt im Schreiben waren, Videos erstellten. Eines dieser Videos hatte den Besuch in der Gedenkstätte Sachsenhausen zum Thema, in dem anderen nutzten die Teilnehmenden diese Form, um das Projekt zu reflektieren. Auch hier waren die Jugendlichen und jungen Erwachsenen an der Gestaltung des Weblogs und bei der Erstellung der Medienprodukte beteiligt. Sie arbeiteten sich in das Content Management System ein, suchten nach Bildern im Internet, schlugen Themen vor und bearbeiteten diese eigenständig. Unser Ziel war es, den Teilnehmenden des Austausches möglichst viele Freiheiten bei der Bearbeitung des Themas zu geben.

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4.      Fazit

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Die Beispiele zeigen, wie unterschiedlich Weblogs in der historisch-politischen Bildung eingesetzt und wie vielfältig dabei Recherche- und Arbeitsergebnisse präsentiert werden können. So wurden bei den vorgestellten Projekten Videos, Audios, Timelines, Karten, historische und aktuelle Fotos, Grafiken und natürlich Texte verwendet. Der Einsatz von Weblogs ist ein Motivationsmotor für Jugendliche und junge Erwachsene, sich länger mit einem Thema zu beschäftigen. Es handelt sich um ein jugendaffines Medium, auch wenn es im Alltag kaum genutzt wird, ist der Umgang damit für die Generation Facebook vertraut. Diese ist es gewohnt, Beiträge im Internet zu veröffentlichen und zu kommentieren.

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Die Nutzung von Weblogs fördert das kollektive und kollaborative Schreiben und das forschende Lernen. Durch den Schreibprozess findet eine intensive Auseinandersetzung mit den behandelten historischen Themen statt. Auch wird der Erwerb mehrerer Kompetenzen gefördert. Unterschiedliche Medien können selbst erstellt, eingestellt und unter Umständen von anderen Webseiten eingebunden werden. Durch die verschiedenen dabei zur Verwendung kommenden Medien kommen auch geschichtliche Inhalte unterschiedlich zur Darstellung; je nach Medium entsteht eine andere Geschichtsnarration. Durch die eigene Produktion der Medien wird den Teilnehmenden bewusst, wie sich das Geschichtsbild je nach Darstellungsart verändern kann. Dadurch zeigt sich auch der Konstruktcharakter von Geschichte. Die parallele Behandlung des Themas durch verschiedene Beiträge fördert die Multiperspektivität.

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Trotz der schnellen Entwicklung von Webtools werden Weblogs auch in der Zukunft eine Rolle spielen und sind somit in der Bildungsarbeit einsetzbar. Sicherlich wird sich die Art wie man ihn konkret einsetzen wird in den nächsten Jahren verändern. Vielleicht werden die Darstellungen verspielter, wenn z.B. das Microblogging die „großen“ Blogs beeinflussen. Bestimmt werden die Darstellungen multimedialer und hoffentlich auch interaktiver.

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Literatur

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Alavi, Bettina und Schäfer, Marcel (2009): Elemente sinnvoller netzbasierter historischer Lernaufgaben. In: Alavi, Bettina (Hrsg.): Historisches Lernen im virtuellen Medium. Schriftenreihe der Pädagogischen Hochschule Heidelberg, S. 239-252.

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Fabri, Blanche (2013): Bloggen für Einsteiger Teil 1. In neun Schritten zum eigenen Blog. http://pb21.de/2013/06/bloggen-fur-einsteiger-teil-1/ (zuletzt eingesehen am 10.09.2012)

59 0

Johannes (2012): Zahl der Blogs weltweit steigt stetig. Und in Deutschland?  http://blog.grey.de/allgemein/zahl-der-blogs-weltweit-steigt-stetig-und-in-deutschland/#.Ud6eoDt7L-Y (zuletzt eingesehen am 11.07.2013) (Vollständiger Name des Autors ist unbekannt).

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König, Alexander und Pallaske, Christoph (2013): Blogs als virtueller Schreib- und Kommunikationsraum historischen Lernens. In: Peter Haber/Eva Pfanzelter (Hg.): Historyblogosphere. Bloggen in den Geschichtswissenschaften. München 2013, S. 119-134.

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Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest (2012): JIM-Studie (2012) – Jugend, Information, (Multi-)Media. http://www.mpfs.de/fileadmin/JIM-pdf12/JIM2012_Endversion.pdf (zuletzt eingesehen am 10.07.2012).

62 0

Sonnabend, Lisa: Die Entstehung eines neuen Medien Genres. http://www.netzthemen.de/sonnabend-weblogs/2-2-1-die-entstehung-eines-neuen-medien-genres (zuletzt eingesehen am 11.7.2013).

63 0

Stückler, Moritz (2013): Anleitung: wie funktioniert eigentlich tumblr?. http://t3n.de/news/anleitung-funktioniert-2-457561/ (zuletzt eingesehen am 10.07.2012).

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Warndorf, Daniela (2012): Die Geschichte des Weblogs. http://www.warndorf.com/2012/08/die-geschichte-des-weblogs/ (zuletzt eingesehen am 11.7.2013).

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  1. Vgl. Daniela Warndorf (2012) und Lisa Sonnabend.
  2. Vgl. Daniela Warndorf (2012).
  3. Vgl. Johannes (2012).
  4. Vgl. Daniela Warndorf (2012).
  5. Vgl. Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest (2012) hier S. 36 und S. 40.
  6. Einzelne Akteur_innen in der historisch-politischen Bildung sind sehr bemüht, das Bloggen als Teil von Lern-Lehrszenarien zu unterstützen. So bietet die Plattform pb21 der Bundeszentrale für politische Bildung und des DGB-Bildungswerks Anleitungen für das Bloggen an (vgl. Blanche Fabri (2013).
  7. Ein Beispiel ist das aktuell boomende Microblogging auf Plattformen wie tumblr. Beim Microbloggen werden viel stärker als beim „klassischen“ Bloggen verschiedenste Medien eingesetzt, vor allem animierte GIF-Dateien sind sehr beliebt (vgl. Stückler, Moritz (2013)).
  8. Individuell geführte Weblogs von Schüler_innen konnte ich leider keine finden, da diese bereits wieder gelöscht wurden.
  9. Lernplattformen wie Moodle bieten in ihren Kursen für die Lernenden Portfolios und Blogs an. Eine weitere Portfolioanwendung ist Mahara, beide Anwendungen sind nicht öffentlich zugänglich.
  10. http://www.brennpunkt-geschichte.de/ (zuletzt eingesehen am 08.07.2013).
  11. http://geoges.ph-karlsruhe.de/wordpress/ (zuletzt eingesehen am 08.07.2013).
  12. http://www.hist.net/ (zuletzt eingesehen am 08.07.2013).
  13. http://koerber2005.erzwiss.uni-hamburg.de/wordpress-mu/historischdenkenlernen/ (zuletzt eingesehen am 08.07.2013).
  14. http://historischdenken.hypotheses.org/ (zuletzt eingesehen am 08.07.2013).
  15. http://geschichtsunterricht.wordpress.com/ (zuletzt eingesehen am 08.07.2013).
  16. http://histopro.wordpress.com/ (zuletzt eingesehen am 08.07.2013).
  17. http://geschichtsheftsmz.wordpress.com/ (zuletzt eingesehen am 08.07.2013).
  18. http://geschichtsheftsmz.wordpress.com/ (zuletzt eingesehen am 08.07.2013).
  19. http://ewgprojektblog.wordpress.com/ (zuletzt eingesehen am 08.07.2013).
  20. http://paulskirchenprojekt.wordpress.com/ (zuletzt eingesehen am 08.07.2013).
  21. Vgl. Alexander König und Christoph Pallaske (2013).
  22. http://gelerndig.hypotheses.org/ (zuletzt eingesehen am 08.07.2013).
  23. http://hypotheses.org/ (zuletzt eingesehen am 26.08.2013).
  24. König, Alexander und Pallaske, Christoph: Blogs als virtueller Schreib- und Kommunikationsraum historischen Lernens. In: Peter Haber/Eva Pfanzelter (Hg.): Historyblogosphere. Bloggen in den Geschichtswissenschaften. München 2013, S. 119-134, hier S. 129.
  25. Vgl. König, Alexander und Pallaske, Christoph (2013), S. 129.
  26. König, Alexander und Pallaske, Christoph (2013), S. 129.
  27. Alavi, Bettina und Schäfer, Marcel (2009): Elemente sinnvoller netzbasierter historischer Lernaufgaben. In: Alavi, Bettina (Hrsg.): Historisches Lernen im virtuellen Medium. Schriftenreihe der Pädagogischen Hochschule Heidelberg, S. 239-252, hier S. 242.
  28. Vgl.: Bettina Alavi und Marcel Schäfer (2009).
  29. Das ist eine Berliner und Brandenburger Schulform, in der Haupt- und Realschule zu einer Schule, der Sekundarschule, zusammengeführt werden.
  30. In Oranienburg wurde das Konzentrationslager Oranienburg als das erste im sogenannten Deutschen Reich am 21. März 1933 mitten in der Stadt von der SA auf einem ehemaligen Brauereigelände errichtet. Bereits im darauffolgenden Jahr wurde es wieder geschlossen. Das Konzentrationslager Sachsenhausen wurde ab 1936 von Häftlingen erbaut und bestand bis zum Kriegsende.
  31. Die Karte basiert auf eine Karte, die vom Oranienburger Archivar Herr Becker erstellt wurde. Die Digitalisierung wurde von der Stadt Oranienburg genehmigt.
  32. Das sind Softwareerweiterungen für Weblogs, Internetbrowser etc., die gezielt für einen bestimmten Bereich eingesetzt werden. Eines der bekanntesten Plugins für Internetbrowser ist der, der für Adobe Flash-Dateien benötigt wird. Ohne dieses Plugin können viele Anwendungen im Internet nicht genutzt werden.